Kleiner Mann, was nun?
Theater Bielefeld
Theaterstück von Helmut Bez
Nach dem Roman von Hans Fallada
30er Jahre, Weltwirtschaftskrise: Der junge Buchhalter Hannes Pinneberg und seine Freundin Lämmchen erfahren, dass Lämmchen im 2. Monat schwanger ist – obwohl sie doch so gut aufgepasst haben! Die beiden beschließen, das Kind zu bekommen, trotz ihrer wirtschaftlichen Lage, die es eigentlich nicht erlaubt, einen eigenen Hausstand zu gründen. Pinneberg verheimlicht die Beziehung vor seinem Chef, der ihn mit seiner Tochter Marie verkuppeln will. Als die Ehe ans Licht kommt, wird Pinneberg gefeuert und das Paar muss zur Untermiete zu Pinnebergs zwielichtiger Mutter nach Berlin ziehen. Wie durch ein Wunder erhält Hannes eine 2. Chance als Verkäufer von Herrenmode in einem großen Kaufhaus. Unter den Verkäufern herrscht ein gnadenloser Kampf jeder gegen jeden, denn ständig werden Stellen abgebaut. Während auf den Straßen Schlachten zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten toben, versucht Pinneberg verzweifelt, seine kleine Familie zu ernähren, und klammert sich an die Freundschaft zum ersten Verkäufer Herrn Heilbutt, doch der ist ein Suchender mit extrem „großen“ Ideen …
„1929 erschienen, ist ‚Kleiner Mann, was nun?‘ aktueller denn je. In Zeiten von ‚Generation Praktikum‘ und Co. sind die Sorgen und Wünsche von Hannes Pinneberg und seinem Lämmchen allzu verständlich: Wie kann ich ins Leben starten, wie Verantwortung übernehmen, wenn mich keiner lässt? Woran kann man noch festhalten, wenn die Zeiten haltlos sind? Die Jugendlichen stellen sich diesen Fragen – mit großer Ernsthaftigkeit und Spielfreude – hier trifft der Sound der 30er auf das Lebensgefühl von heute.“
Knut Winkmann (Jury)
Leitung: Martina Breinlinger
Coaching: Omar El Saeidi
Bühnenbildassistenz: Leila Brinkmann
Kostümbild: Marie-Ruth Henke
Regieassistenz: Helena Scheele, Eva Vinke
Musiker: Florian Welsch, Dorin Daiber
Mit:
Marie-Noelle Bellwon, Philipp Boeckenholt,
Leon Grigorij Hinz, Lioba Brand,
Nina Burkhardt, Dorin Daiber, Merle Dammann,
Stefan Fietzek, Wencke Heimer, Ouassima Laabich,
Sarah Neugebauer, Jeannine Schulte, Leo Schwochow,
Annika Seiker, Eva Vinke, Florian Welsch,
Saskia Wischmeier
Dauer: ca. 70 Minuten
Weitere Infos: www.theater-bielefeld.de
