Meine Heimat ist die Zukunft
Junge Akteure Bremen
Julian und Max lernen sich auf einer Party kennen. Über ihren gemeinsamen Freund Freddi entwickelt sich eine Liebesbeziehung zwischen dem weltoffenen Julian und dem „Normalo“ Max. Julian will hinaus in die Welt und Max ist total unentschlossen, will aber kein Langweiler sein. Freddi, ein leidenschaftlicher Erzähler, findet seine Heimat in seinen Geschichten, von denen niemand, nicht einmal er, weiß, welche wahr sind und welche reine Fantasie.
Julian, Max und Freddi sitzen rum. Sie warten auf die Zukunft und denken an ihre Heimat. An ihr Zuhause, ihr Viertel. Das Fernweh kämpft mit der Angst, das sichere Nest zu verlassen. Einer muss den ersten Schritt machen und sich der Angst vor dem Unbekannten stellen. Noch ist die Zukunft nicht Gegenwart und die Heimat nicht Vergangenheit. Noch sind wir mitten im Gehen.
Im Rahmen von TANK – Plattform für junge Theatermacher zeigen drei jugendliche Akteure von 17 und 18 Jahren unter der Leitung von Klaas Bartsch, 22-jähriger Student der Kulturwissenschaften, ein neues Stück von Junge Akteure. Erzählt wird die Geschichte der Freundschaft zwischen Freddi, Julian und Max, drei Jugendlichen aus Bremen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Von Fernweh getrieben und Angst gebremst, entsteht eine bis dahin nicht gekannte Unsicherheit. Eine Entscheidung muss gefällt werden, die nicht nur die Freundschaft der drei auf die Probe stellt. Liebe, Hass, Freundschaft und Gewalt mischen sich zu einer Momentaufnahme, die für die Zukunft erhalten bleibt. „Die Zukunft hat ein Ende oder besser: unendlich viele Enden.“
„‚Meine Heimat ist die Zukunft‘, ist ein intensives Kammerspiel zwischen Abschied und Neuanfang, das komisch und ernst zugleich beschreibt, was es bedeutet, sich heutzutage entscheiden zu müssen, wenn es um Freundschaften, Träume und Lebensentwürfe geht. In einer Leichtigkeit und trotzdem voller Tiefgang zeigen die jungen Akteure Lebensmomente, in denen sie Bisheriges hinterfragen müssen, um Neues zu wagen. Heimat ist dabei wie der alte Lieblings-Teddy. Man liebt ihn und gleichzeitig findet man ihn irgendwie scheiße. Und das Gefühl kennt jeder.“
Günter -Kömmet (Jury)
Inszenierung: Klaas Bartsch
Künstlerische Beratung: Tanja Spinger
Bühne und Kostüme: Rana Karan
Dramaturgie: Mona-Julia Sabaschus
Regieassistenz: Manolito Ozolins
Mit:
Dario Köster, Niclas Riepshoff,
Johannes Schumacher
Dauer: ca. 60 Minuten
Weitere Infos: www.jungeakteure.de
