Parese
nach Shakespeares Hamlet
Kresch Theater Krefeld
Parese (griechisch „Erschlaffen“) ist gleichbedeutend mit Lähmung. Und der Lahmste unter der heiligen Sonne im Shakes-peare’schen Kosmos ist nun einmal dieser dänische Dauerbrenner namens Hamlet: Zwei Mädchen und vier Jungen rollen das Rachedrama aus der Perspektive der schönen Wasserleiche Ophelia auf – und siehe da: Selbst Hamlet hat ein Herz. Aber hat der ewige Zauderer auch den Mumm, sich dazu zu bekennen? Spielt er mit? Sein oder Nicht-Sein, Liebe oder Tod: Parese ist ein temperamentvolles, todtrauriges und zugleich kreuzkomisches Plädoyer für das Wagnis Liebe. Irgendwo zwischen Tanz und Theater, rasender Wut und allzu bekannten Worten. Den Männern wird kräftig der Kopf gewaschen – und die Frauen sollten besser schwimmen können.
„Unter der Leitung von René Linke nähern sich die 6 Akteure mit vollem Körpereinsatz und Leidenschaft dem Hamlet-Stoff, der tragischen Geschichte zwischen Hamlet und Ophelia, und erkunden dabei den schmalen Grat zwischen einzigartiger Trägheit und bedingungsloser Hingabe. Fast nur mit Tischen und Stühlen ausgestattet, arbeitet sich das Ensemble am Hamlet-Stoff ab, nimmt ihn schonungslos auseinander, um ihn dann wieder völlig überraschend und neu zusammenzusetzen. Und wenn es am Schluss heißt, „Let’s get ready to rumble“, weiß man endlich, wie dynamisch Schlaffheit sein kann …“
Knut Winkmann (Jury)
Spielleitung: René Linke
Ton- und Lichttechnik: Dirk Mattern
Mit:
Leon Frisch, Virginia Ostfeld, Moritz Rüge,
Norman Schnell, Leonie Vester, Cyprian Zajt
Dauer: ca. 60 Minuten
Weitere Infos: www.kresch.de
